Dienstag, 14. August 2012

Wer hat Angst vor Farbe?

Zu meinen Lieblingsplätzen im WWW zählen seit eh und je Websites, die Einblicke in die Wohnräume anderer Leute bieten. Ich denke da zum Beispiel an Freunde von Freunden, So leb' ich und die unzähligen Blogs, die zu dem Thema existieren. Analog dazu sammle ich meterweise Bücher, die sich mit dem Thema Wohnen auseinandersetzen.
Spannend wird's immer dann, wenn die "Kreativen" ihre Tore öffnen. Da reibe ich mir die Hände und freue mich auf spannende Einblicke... und dann: Weiß. Überall Weiß. Also an den Wänden. Davor ein paar Antiquitäten betont unbetont neben die teuren Designermöbel gestellt und das war's dann. Immer. Die Designer, Architekten und IMMs der Republik fürchten sich vor Farbe. Letztens hatte ich die Gelegenheit mal durch's TV zu zappen und blieb an einer dieser Wohnsendungen hängen. Ein Raum wurde von einer Fachfrau überarbeitet und man entschloss sich in einem Anflug von Waghalsigkeit  EINE Wand in einem knalligen Pastelblau zu streichen. Nicht zu viel der Farbe... sonst wird man am Ende noch wahnsinnig und der Raum wirkt so überladen und wird auf einmal ganz klein, und wer weiß... vielleicht frisst er einen sogar auf.
Mal ganz abgesehen davon, was die Nachbarn sagen könnten, wenn sie bei einem flüchtigen Blick durch's Fenster etwas anderes als weiße Wände zu sehen bekämen.
Es soll mutige Menschen geben, die dem Weiß gelbe und lachsfarbene Wände entgegenhalten, manchmal traut sich auch eine rote Wand dazwischen. (Aber wirklich nur eine, möglichst mit weißen Streifen in Klebebandbreite unterteilt. Das macht's gleich viel peppiger!) und da frag ich mich dann immer: Leute...Warum habt ihr alle so eine Angst vor Farbe? 

Furchtlose Leser können mal hier raufklicken. Da gibt's eine kleine aber feine Auswahl an Alternativen zum gesichtslosen und sterilen Weiß. 



Wilhelm von Bezolds Farbentafel von 1874. (Online-Quelle: uni-mannheim.de)
...Da sollte doch was dabei sein....



(P.S: Auf Antiquitäten neben modernen Möbeln stehe ich allerdings auch)

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